Lebensmittel einer ketogenen Ernährung- Was ich essen darf.

Wiederholung wichtiger Grundlagen der ketogenen Ernährung

 

orange,keto,detox

Unsere konventionelle, „normale“ Form der Ernährung sieht vor den eigenen Energiebedarf vorwiegend durch Kohlenhydrate aus Getreideprodukten und anderen Quellen zu decken. Fett kommt lediglich eine Nebenrolle zu, da stets genügend Kohlenhydrate für unsere Energiegewinnung bereitstehen. Unser Körper ist also auf deren ständige Zufuhr angewiesen.

Die ketogene Ernährung dagegen funktioniert ganz anders. Wie bereits in anderen Beiträgen Erwähnung fand, verzichtet man auf die exzessive Zufuhr von Kohlenhydraten und nimmt stattdessen fett- und proteinreiche Kost zu sich. Im Zuge dieser Ernährungsumstellung wird unser Körper angeregt auf Fett und Proteine als Energiequelle zurückzugreifen. In der Leber werden diese Fette in sogenannte Ketonkörper umgewandelt, die fortan anstelle von Kohlenhydraten zur Energiegewinnung genutzt werden. Wie wir wissen wird ein solcher Stoffwechselzustand „Ketose“ genannt.

Prozentuale Verteilung der Makronährstoffe in der ketogenen Ernährung

Was sich für Lebensmittel auf dem Speiseplan und letztlich Esstisch eines jeden von uns wiederfinden soll hängt entscheidend davon ab, wie schnell man den Zustand der Ketose erreichen möchte. Je weniger Kohlenhydrate zu sich genommen werden, desto schneller wird die Umstellung des Stoffwechsels voranschreiten. Als ideal zur Erreichung der Ketose wird eine Kohlenhydratzufuhr von 25-30 g pro Tag angenommen. Getreu dem Motto: Keine Angst vor Fett, sieht die ketogene Diät vor den täglichen Energiebedarf wie folgt zu decken:

60-70 % Fett
25-35 % Eiweiß
maximal 5 % Kohlenhydrate

Welche Lebensmittel sollten in der Ketogenen Ernährung gemieden werden?

Um dem Grundprinzip der ketogenen Ernährung gerecht zu werden, sollten zukünftig Lebensmittel, die zu großen Teilen aus Kohlenhydraten oder Zucker bestehen nicht länger Bestandteil des persönlichen Speiseplans sein. Zu meiden sind daher:

„Lebensmittel einer ketogenen Ernährung- Was ich essen darf.“ weiterlesen

„Himalaya-Salz“- Was dran ist am Wundermittel aus Fernost

„Himalaya-Salz“- Was dran ist am Wundermittel aus Fernost

 

Himalaya-Salz in gemahlener Form

 

„Himalaya-Salz“ erfreut sich heutzutage immer größerer Beliebtheit. Salz gilt nicht umsonst seit tausenden von Jahren als das „weiße Gold“. Im Laufe der Menschheitsgeschichte erfüllte es zahlreiche unterschiedliche Funktionen. Salz als Zahlungs- oder Tauschmittel war nicht unüblich. Doch wesentlich entscheidender, die in ihm gebundenen Mineralien. Sie sind für die Gesunderhaltung des menschlichen Organismus unerlässlich. Klar ist auch, erst eine Briese Salz verleiht unserem Essen die gewisse Würze. Doch Salz ist nicht gleich Salz! Einer der neueren Trends in Sachen Ernährung, herkömmliches Speisesalz durch exotische Salze, wie z.B. durch sogenanntes „Himalayasalz“ zu ersetzen. Denn zugesprochen wird ihm, wie wir noch genauer erfahren werden eine besonders gesunde Wirkung. Doch ist dem wirklich so? Unter Ernährungswissenschaftlern ein eher kontrovers diskutiertes Thema. Im folgenden Beitrag wollen wir tatsächlich Wirkungen von haltlosen Werbeversprechen und daraus resultierenden etwaigen Missverständnissen abgrenzen und weiteren interessanten Aspekten rund um das Thema „Himalayasalz“ auf den Grund gehen.

Herkunft und Vorkommen

Das in Europa und den USA unter dem handelsüblichen Namen bekannte „Himalaya-Salz“ kennt weitere, weit weniger bekannte Bezeichnungen, die wesentlich treffender auf den tatsächlichen Ursprungsort hindeuten. So führt es zudem die Namen „Lahoresalz“, benannt nach der zur Abbaustätte nahegelegenen Stadt Lahore oder „Khewrasalz“ als Bezug zur Salzmine (die zweitgrößte Salzmine der Welt), in der sein Abbau erfolgt. Weitere Handelsbezeichnungen lauten Hunza-Kristallsalz, Christ-All-Salz, Zaubersalz, Kaisersalz oder Alexandersalz. Die Bezeichnung als „Himalaya-Salz“ scheint für den Verbraucher demnach nachweislich irreführend. Denn das Salz stammt keineswegs direkt aus dem Himalayamassiv. In Wirklichkeit wird das sogenannte „Himalaya-Salz“ in 200-300 km entfernten Gebirgsausläufern im Norden Pakistans abgebaut. Hier befindet sich die  weltgrößte Abbaustätte für dieses Steinsalz, die Salt Range in der Provinz Punjab. Ein weiterer, deutlich kleinerer Teil „Himalaya-Salzes“ stammt aus Salzbergwerken in Polen. Der Namenszusatz „Himalaya“ kann daher als cleveres Marketinginstrument gewertet werden, welches sich Hersteller natürlich gern vom Endverbraucher bezahlen lassen. Der Kollumnist Christoph Drösser der „Zeit“ formulierte es etwas überspitzt wie folgt: „Himalayasalz weckt Assoziation von tibetischen Mönchen, die Mantras vor sich hin summend in luftiger Höhe mit bloßen Händen Salzbrocken aus dem Gestein brechen.“ Wer würde einem solchen Produkt schon sine spirituelle und gesundheitsfördernde Wirkung absprechen wollen und nicht bereit sein dafür deutlich tiefer in die eigene Tasche greifen zu müssen. Sie etwa?

Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang ein vom Bundesgerichtshof gesprochenes Grundsatzurteil (Aktenzeichen I ZR 86/13) vom 31. März 2016. Darin wird klar festgestellt, dass ein Anbieter nicht mit der Aussage „Salz aus der Region des Himalaya“ werben darf, wenn das Salz doch  eigentlich in einer weit entfernten pakistanischen Provinz abgebaut wird. Fortan führte es im Einzelhandel den Zusatz „aus Pakistan“ oder wurde einfach nur „Pinkes Kristallsalz“ genannt.

Entstehung

Prägend für unseren Planeten ist die beständige, seit Urzeiten andauernde Veränderung, welcher er aufgrund plattentektonischer Vorgänge unterliegt. Noch vor Jahrmillionen befand sich an der Stelle, an der sich das heutige Himalayamassiv auftürmt ein uhrzeitliches Meer, der Tethys-Ozean. Als Folge der Kollision der indischen und eurasischen Platte verdunstete und verschwand letztlich der Tethys-Ozean. So konnte sich das sogenannte „Himalaya-Salz“ im Laufe der Erdgeschichte ablagern und zu Sedimentgestein verfestigen. Wie auch das herkömmliche mitteleuropäische Salz wird auch „Himalaya-Salz“ aus Salzlagerstätten, die durch Verdunstung und Ablagerung eines Urmeers entstanden sind gewonnen. Ihre geologische Entstehungsgeschichte ähnelt sich demnach sehr.

Abbau

Der Abbau des „Himalaya-Salzes“ erfolgt in staatlich subventionierten Salzminen und einigen kleineren Privatminen. In den kleineren Minen wird das Salz vorwiegend in Handarbeit gewonnen. Es wird hier noch mit Spitzhacken oder Steinen aus dem Berg herausgelöst, gesammelt, gebrochen, im Anschluss gewaschen und zum Transport vorbereitet. Lediglich in den großen Salzminen Khewra, Warcha, Kalabagh und Jatta wird das Salz industriell zu Tage gefördert. Hier wird Schwarzpulver zum Heraussprengen von Salzbrocken verwendet.

Erscheinungsform

„Himalaya-Salz“ wird in verschiedenen Formen am Markt angeboten. Erhältlich entweder als fein gemahlenes Salz, Granulat oder in Form von Halitbrocken (häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Halogenide). Das rosagetönte Speisesalz verdankt seine Färbung natürlich vorkommenden Eisenoxidverunreinigungen. Seine Farbe kann je nach chemischer Zusammensetzung und vor allem gemäß der Höhe der Eisenoxidkonzentration von weiß, über rosa bis hin zum tiefen Rot variieren.

Wirkung und Anwendung

„„Himalaya-Salz“- Was dran ist am Wundermittel aus Fernost“ weiterlesen

Superfoods allgemein – Was steckt hinter dem Trend

Superfoods

Antioxidant geschrieben aus Früchten
Superfoods sind reich an Antioxidantien.

Im Grunde ist zu erwarten, dass eine abwechslungsreiche Ernährung aus Obst, Gemüse, Nüssen, Samen den Körper optimal mit genügend Mineralien, Vitaminen und Enzyme versorgen müsse.

Doch kannst du dir vorstellen, dass durch die starke Belastung der Umwelt, ausgelaugte Böden, lange Transportwege, stark veränderte und industriell verarbeitete Nahrungsprodukte sowie unser hektischer und stressreicher Lebensstil den Körper langfristig in einen Mangelzustand dringend benötigter Nährstoffe versetzen kann?

Demnach führt wohl im Hype um Gesundheit und Ernährung und Selbstoptimierung heute kaum ein Weg an Lebensmitteln, wie Chia, Avocado, Zitrone und Co. vorbei. Neudeutsch auch als „Superfoods“ bezeichnet.

Diese könnten im Speiseplan durchaus, als qualitativ hochwertige Nahrungsquelle ergänzend sinnvoll sein.

Doch was zeichnet diese zumeist exotischen Früchten und Samen genau aus? Zentralen Fragen rund um die „Superfoods“ wollen wir im folgenden Beitrag auf den Grund gehen.

Was sind „Superfoods“?

„Superfoods allgemein – Was steckt hinter dem Trend“ weiterlesen

Einstieg in die Ketogene Ernährung

Allerlei althergebrachte Mythen und Halbwahrheiten ranken sich um ein Thema, das einen jeden von uns betrifft und dem sich keiner entziehen kann, der Ernährung.

Wer kennt dabei nicht Aussagen wie Schokolade und Zucker machen glücklich, ein unansehnlicher Bierbauch habe seine Ursache zwangsläufig im Bierkonsum oder das Verzehren von Eiern würde den Cholesterinspiegel auf gefährliche Art und Weise steigern.

Zwar werden derartige Behauptungen aus wissenschaftlich differenzierter Sicht häufig widerlegt, doch halten sich einige von ihnen hartnäckig innerhalb der Gesellschaft oder werden durch neue ersetzt. Und auch heute noch sehen sich Verbraucher konfrontiert mit regelmäßig aufkeimenden Ernährungs- und Diät- Trends verschiedensten Ursprungs. Treten in diesem Zusammenhang zudem zu offensichtlich kommerzielle Interessen multinationaler Lebensmittelkonzerne in den Vordergrund, erweisen sich deren Ernährungsempfehlungen als bestenfalls absurd.

Oder glaubt tatsächlich jemand daran, dass Light- Produkte ein nützlicher Helfer seien, um schnell das persönliche Wunschgewicht zu erreichen, ein vollwertiges Frühstück unbedingt einen Nuss- Nougat- Brotaufstrich benötige oder ein fettarmer, mit Bakterienkulturen angereicherter Joghurt, der allenfalls Anforderungen an ein Dessert erfüllt einen gesundheitsfördernden Effekt herbei brächte.  Wohl kaum!

Ringen uns die meisten Werbebotschaften oft kaum mehr als ein müdes Lächeln ab, da sich deren Unsinnigkeit auf ersten, spätestens zweiten Blick eröffnet oder die inhaltliche Richtigkeit ihrer Aussage längst widerlegt werden konnte, bergen andere von ihnen doch weitaus mehr Brisanz.

„Einstieg in die Ketogene Ernährung“ weiterlesen